Wem gehört das SAATGUT?

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Am Anfang der Nahrungsmittel-Produktionskette steht das Saatgut und wer dieses kontrolliert, sichert sich weitgehend die Kontrolle über Nahrungsmittel allgemein.
Das internationale Business entdeckte nach Inkrafttreten der ersten Saatgutgesetze in den 1960er Jahren Saatgut als lukrative Einnahmequelle. Inzwischen kontrollieren die zehn führenden Saatgut- und Agrochemiekonzerne – unter ihnen Bayer, Monsanto, Syngenta, Limagrain, BASF – 67% des weltweiten Marktes. Ihre quasi Monopolstellung nutzen sie, um Politik und Gesetze massiv zu beeinflussen – so wie bei der momentanen Überarbeitung des Europäischen Saatgutgesetzes. Informations-Kampagnen zu den geplanten Veränderungen finden in mehreren europäischen Ländern statt (auf der webseite der deutschen Saatgut-Kampagne findet sich ein Aufruf mit Unterschriftenliste und mehr Infos zum Thema Saatgut.
Beim 5. Europäischen Saatgutseminar Ende März 2010 in Graz, Österreich, werden sich die verschiedenen Kampagnen hoffentlich auf ein gemeinsames politisches Vorgehen einigen, um zu verhindern, dass ein noch „industriefreundlicheres Saatgutgesetz verabschiedet wird.

(Klein-) Bauern und Bäuerinnen weltweit brauchen vielfältiges, freies, regional angepaßtes und „klimaflexibles“ Saatgut für ihr eigenes Überleben und um die Welt zu ernähren – das wissen sie selbst schon lange! Hier ein kleiner Videoclip über „Saatgut-Bewahrer“ (Seed-Savers).
(mehr „wissenschaftliche Infos“ dazu: „Weltagrarbericht“)