Wie wir Landwirtschaft- auch in der Stadt – solidarisch organisieren können

Es tut sich was, am Montag, 13. Februar, 19 Uhr, gibt es im Cafe Morgenrot eine spannende Veranstaltung mit verschiedenen Akteur_innen der solidarischen Landwirtschaft.
Hier der Einladungstext:

Solidarische Landwirtschaft

Wir wünschen uns gesunde und frische Nahrungsmittel, die aus der Region
und aus ökologischem Anbau stammen. Menschen, die in der Landwirtschaft
arbeiten, haben durch die momentanen Bedingungen in der Landwirtschaft
meist nur die Wahl entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre
Existenz hängt von Subventionen und den Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab.
Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht
ausgenommen.

Auch kritische KonsumentInnen sind Abhängig von standardisierten Öko-
Produkten im Supermarkt und Bioläden die gesunde Nahrungsmittel zu hohen
Preisen anbieten. Solidarische Landwirtschaft durchbricht die
Produkt-Preis Logik und eröffnet neue Wege.

Auf der Veranstaltung wollen wir das Prinzip der Solidarischen
Landwirtschaft vorstellen:

Konkret handelt es sich dabei um einen Zusammenschluss von einem
landwirtschaftlichen Betrieb oder Gärtnerei mit einer Gruppe privater
Haushalte. Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten der
landwirtschaftlichen (Bio-)Produktion verpflichtet sich diese Gruppe
regelmäßig im Voraus einen festgesetzten Betrag an den Hof zu zahlen,
der mit dem Geld seinen Möglichkeiten entsprechend wirtschaftet. Die
Abnehmer_innen erhalten im Gegenzug die gesamte Ernte sowie
weiterverarbeitete Erzeugnisse wie Brot, Käse etc.

Grundlegend ist also, dass eine Gruppe die Abnahme der Erzeugnisse
garantiert und die Ernte bzw. alles, was notwendig ist, um diese zu
erzeugen, vorfinanziert. Alle teilen sich die damit verbundene
Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte.

Derzeit arbeiten in Deutschland 21 Betriebe nach dieser Idee.

Anwesend sind:

- ein Mitglied der GartenCoop Freiburg, der von den Erfahrungen des
ersten Jahr Berichten wird, die auf dem Weg zur Gründung der GartenCoop gemacht
wurden

- Mitglieder des Netzwerkes Solidarische Landwirtschaft, in dem Höfe und
Initiativen vernetzt sind, die Solidarische Landwirtschaft betreiben
oder betreiben wollen

- Bäuerinnen, Bauern, Gärtnerinnen und Gärtner aus der Region
(angefragt)

- Initiativen, die solidarische Landwirtschaft in Berlin betreiben bzw.
betreiben wollen (z.T. bereits ab Frühjahr 2012)

Alle Interessierten – Bäuerinnen und Bauern, KonsumentInnen,
EinkäuferInnen, ÖkokistenbezieherInnen, GartenliebhaberInnen, … -sind
herzlich eingeladen vorbei zu kommen!

Kontakt: info_solidarische_landwirtschaft@riseup.net

Wann : Montag der 13. Februar, 19 Uhr
Wo: Café Morgenrot, Kastanienallee 85
Prenzlauer Berg
U2, Tram M1, M10, 12 Eberswalder Straße
(Die Bar ist am Abend geöffnet)

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung
Realisiert mit Mitteln der deutschen Klassenlotterie.