Filmtip „Bananas!“

Vor 2 Jahren lief dieser Film auf der Berlinale, im Nebenprogramm. Es geht um Bananenplantagenarbeiter und wie sie im konventionellen Anbau vergiftet werden und über den Versuch Dole in USA deswegen zu verklagen.
Er läuft auf Arte leider in der wiederholung am Donnerstag, 12. April 2012, um 02:30.
Oder dann danach eine Woche in der Wiederholung auf Arte+7

Mehr Infos auf der Seite Bananas!

Und hier die Beschreibung vom Arte Seite: In Nicaragua selbst ist es nicht gelungen. Aber vielleicht wird es der Rechtsanwalt Juan Domínguez in Los Angeles schaffen, die Klage von zwölf Arbeitern gegen den Fruchtriesen Dole erfolgreich durchzusetzen und ihn zur Zahlung zu zwingen. Der Vorwurf ist schwer. Obwohl die gesundheitlichen Risiken bekannt waren, soll Dole weiterhin mit Pestiziden auf DBCP-Basis (Dibromchlorpropan) gearbeitet haben. Folgen eines Kontakts mit diesen Mitteln, den die Arbeiter auf den Plantagen täglich hatten, können Sterilität, Leber- und Nierenschäden sein.
Der Dokumentarfilm des schwedischen Regisseurs Fredrik Gertten begleitet den Gerichtsprozess und die Arbeit des Anwalts Juan „Accidentes“ Domínguez. Seine Kanzlei in Los Angeles ist eigentlich spezialisiert auf Personenschäden. Jetzt vertritt sie 12.000 Plantagenarbeiter aus Nicaragua. Durch den Fall will er Geschichte schreiben als erster Anwalt, der einen amerikanischen Konzern zwingt, Verantwortung zu übernehmen für das, was er außerhalb der US-Grenzen angerichtet hat. Der Prozess wird von Experten und Unternehmen weltweit beobachtet. Ist Domínguez erfolgreich, könnte dies von großer Bedeutung für die ökonomische Basis von Dole und Dow Chemicals sein, und es würde für andere Opfer den Weg zu US-Gerichten frei machen.
6.800 Fälle ähnlicher Natur stehen an, um verhandelt zu werden. Der international koproduzierte Dokumentarfilm „Bananas!*“ wirft ein neues Licht auf die globale Nahrungsmittelpolitik und den Umgang mit den Menschen, die an der Produktion beteiligt sind.


1 Antwort auf „Filmtip „Bananas!““


  1. 1 Berlinale, Winternomaden‘ und „Bü-hü-hündnerfleisch“ « SCHNITTSTELLE Pingback am 08. Februar 2013 um 15:26 Uhr
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