Land Grabbing in Brandenburg?

im Vorfeld der Demo „Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!“ am Samstag den 19.Jan. 2013 gibt es eine Veranstaltung in der Markthalle Neun ( Eisenbahnstr. 42, Berlin-Kreuzberg.) zum Thema „Bauernland in Bauernhand – Stoppt das Landgrabbing in Rumänien“.
Die Veranstaltung ist am Donnerstag 17. Januar, ab 19 Uhr.

Interessant ist, das es anscheinend mal wieder eine Veranstaltung zu dem Thema Land-grabbing ist, mit Blick in die Ferne, so vermutet mensch bei dieser Überschrift (auch wenn Rumänien nicht so weit weg ist). In der Auflistung der Podiumsgäste gibt es dann doch auch einen Landwirt aus Brandenburg.
Es ist gut und wichtig einen Blick jenseits der National-Grenzen zu haben, aber oft fehlt ein Blick zu dem ‚was hat das mit Uns zu tun‘, in dem Wikipedia-Beitrag zu Landgrabbing , gibt es eine gute Einleitung ‚Land Grabbing (engl.) bzw. Landnahme ist ein Begriff für die Aneignung von Land für zweifelhafte Zwecke oder mit zweifelhaften (illegalen) Mitteln. Land Grabbing kann durch Inländer oder Ausländer, durch Kleinbauern oder Großkonzerne, durch Staatsbedienstete oder Privatpersonen erfolgen.‘
Werden dann aber wieder als Beispiele : ‚Im November 2008 wurde berichtet, dass Libyen 250.000 Hektar in der Ukraine erworben hat. Im Januar 2009 wurde bekannt, dass Katar 40.000 Hektar in Kenia erworben hat, ….‘ genannt.
Wie so oft kein Thema wie es in Europa aussieht, kein Thema das es auch Deutsche Banken sind die an Land-auf-käufen beteiligt sind. ( 23.1.2013 : wie mensch sich irren kann, bzw. die Ankündigungen anderes haben erwarten lassen, siehe Nachtrag
Eine gut zusammen getragen Seite Rund um Nahrungsmittelspekulation und Landgrabbing gibt es bei Attac

Aber zurück nach Brandenburg, auf der Demo am Samstag macht die Aktionsgruppe Landlose JungbäuerInnen eine Gruppe junger Bäuer_Innen, Azubis, Student_Innen und sonstige engagierte Leute, einen Block. Zu finden sind sie relativ weit vorne beim ABL – Block (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.)
Ihr Anliegen ist das ‘ ….Die aktuelle Bodenpolitik verhindert die Neugründung kleinbäuerlicher Betriebe. Die BVVG (Bodenverwertungs- und verwaltungsgesellschaft), ein Staatsunternehmen das für die Verwaltung landwirtschaftlicher Flächen in Ostdeutschland verantwortlich ist, verschachert die Flächen zu Niedrigstpreisen an 1000er ha Großbetriebe oder an nicht landwirtschaftliche Investoren. Im Gegensatz dazu wird Kleinbäuer_innen der Landerwerb systematisch erschwert, indem unbezahlbare Höchstpreise von ihnen verlangt werden.
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Wir, die Gruppe „stoppt-landgrabing..“, sind Azubis in der ökologischen Landwirtschaft und engagierte Student_innen, die sich für eine Änderung der Landvergabekriterien der BVVG einsetzen. Ein Bindung der Landvergabe an ökologische und soziale Kriterien sehen wir als erforderlich an.‘
Der Gesamte Aufruf