fotografisches Essay – Michael Schmidt. Lebensmittel

Zur Zeit gibt es im Martin Gropius Bau eine Ausstellung vom Photographen Michael Schmidt, Titel ist schlicht und einfach ‚Lebensmittel‘.
Gezeigt werden ‚Bilder aus den Eingeweiden unserer modernen Ess-Industrie - nie eklig, aber stets verstörend.‘ Zitat Spiegel-online. Die Rezensionen haben sich alle begeistert gezeigt. In der Ausstellung gibt es nur einen Text im Eingangsbereich, zu den Bildern gibt es keine Zeit, Ort oder irgendwas angaben, mit Absicht, wird betont, aber reicht das?
Ich weiß nicht genau was ich erwartet habe, aber irgendwie hat mich der Besuch in der Ausstellung eher enttäuscht, fragen hinterlassen. Leider aber nicht in Richtung ‚Fragend gehen wir vor ran‘, fragend was kommt bei menschen an wenn sie sich eine solche Ausstellung anschauen.
z.b. gibt es eine Fotografie, auf der erkennt mensch ein Plastik-Gebilde, ein ‚kryptischen Ausschnitt‘. Zu sehen ist ein Plastikschlauch mit mineralische Substrate (z. B. Steinwolle, Perlite) oder in synthetische Substrate (z. B. Schaumstoff), in dem Pflanzen ohne Kontakt zur Erde gepflanzt wurden, ist so was allgemein bekannt?

Leider war ich auch künstlerisch etwas enttäuscht, zum Glück war ich da nicht allein, und muss nicht an meinem Kunstverständnis zweifeln. Ein Blick in das ‚Gästebuch‘ in der Ausstellung zeigt ein gespaltenes Publikum, mensch hat den Eindruck beim Querlesen der Kommentare das die Hälfte hin geschmolzen ist beim Anblick der Bilder und die andere Hälfte nichts damit anfangen konnte, einschließlich der combo mit ich unterwegs war.
Die Kommentarspalte bei dem Artikel bei Spiegel-online ist auch keine Werbung ;-)

Die Ausstellung ‚Michael Schmidt – Lebensmittel‘
Bis 1. April
Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, D-10963 Berlin
+49 (0)30 254 86 – 0, post@gropiusbau.de
Geöffnet Mittwoch bis Montag 10 -19 Uhr, Dienstag geschlossen