Ihr lest den Beipackzettel der Juli 2019-Kiste des Bio-Div-Abos.
Es waren im Abo:

>>> buntem Mangold vom Hofkollektiv Bienenwerder
>>> Zucchini von Ludwig aus Börnicke
>>> Puffbohnen vom Hofkollektiv Bienenwerder
>>> Bohnenkraut vom Hofkollektiv Bienenwerder
>>> buntem Basilikum vom Hofkollektiv
>>> Gurke von Ludwig aus Börnicke
>>> Apfelsaft von der Mosterei Karmitz

Variationen möglich mit
>>> Brot aus Roggen und Hirse vom Kollektiv Backstube gebacken
>>> Apfel-Mango-Saft aus der Mosterei Ketzür

Die jeweilige Zusammensetzung variiert, der Warenwert ist immer ca. 18 € (Variationen nötig und möglich, u.a. wegen den angegeben Einschränkungen, bzw. individuellen Wünschen)

Das Abo besteht wie immer aus gentechnikfreien Lebensmitteln, die u.a. aus samenfestem Saatgut gezogen wurden, bzw. aus Misch-Saft aus regionalen Äpfeln und aus fair gehandelten Zutaten, die groß-teils in solidar-ökonomischen Strukturen verarbeitet wurden.

Bei dem Wetter wollen ja alle lieber an den Strand/See/Schwimmbad und nicht lange Texte lesen, oder?
Für die, die was lesen wollen, lege ich Flyer von der Aktion Bürger*innen-Asyl Berlin bei. Und leider, aus aktuellem Anlass, lade ich auch zur Soli-Demonstration für die Kapitänin Rackete, die ein Schiff des Vereins Sea Watch geleitet hat, am Samstag ein. Sich mit Menschen zu solidarisieren, die Menschen in einer Notsituation helfen und sie nicht ertrinken lassen, ist notwendig und ist ein wichtiges Zeichen gegen das tägliche Sterben im Mittelmeer. Vielleicht sehen wir uns ja bei der Demonstration an diesem Samstag.

Genießt die Sonne, den Sommer, die Stadt oder euren Urlaub. Und nicht vergessen, mir rechtzeitig Bescheid zu geben, wenn ihr nicht in der Stadt seid, wenn das Abo kommt und ihr die Kiste nicht euren Nachbar*innen/besten Freund*innen/Kindern/ … überlassen wollt (was immer wieder eine gute Werbe-Geschichte ist und Schnittstelle unterstützt und die Gemüsehochzeit im Sommer abfedert ;-)

Zum Inhalt der Kiste:
>>> bunter Mangold vom Hofkollektiv Bienenwerder

Die meisten kennen ihn in grün mit weißen Rippen, aber die Rippen können auch rot oder gelb sein. Wie auch auf der Postkarte für das Abo, wo ein roter Mangold als Motiv drauf ist. Der Mangold ist eine Gemüsepflanze, die eine Kulturform der Wilden Rübe ist. Die wird auch See-Mangold genannt und wächst an den Küstensäumen Europas und Nordafrikas und in West- und Südasien. Mangold ist verwandt mit der Zuckerrübe, der Futterrübe und der Roten Rübe. Eine Verwandtschaft, die man ihm nicht ansieht.
Auffälliges Merkmal sind die stark hervortretenden essbaren Mittelrippen der Blätter.

Es gibt diesen Monat je ein Bund Mangold. Es besteht aus den Sorten Rainbow, Lucullus, Glatter Silber, Feurio und Grüner Schnittmangold. Nicht in jedem Bund sind alle Sorten.

>>> Zucchini von Ludwig aus Börnicke

Auch bei den Zucchini gibt es verschiedene Variationen, die angebaut werden. Diesen Monat gibt es die klassische grüne. Zucchini stammen aus Europa, wo die ursprünglichen Formen am Ende des 17. Jahrhunderts auftraten. Die Vermarktung der Zucchini begann in Italien. Ursprünglich wurden sie durch Züchtung aus dem Gartenkürbis entwickelt.
Auch in der Verarbeitung sind Zucchini vielfältig einsetzbar: Roh im Salat oder gebraten und gekocht in der Soße, gefüllt oder als Bratlinge. Da ist einiges machbar.

Ein einfaches Rezept für Bratlinge: 4 Teile Zucchini, 1 Teil Haferflocken, 1 Teil Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, Gewürze, Öl
Zucchini raspeln, Zwiebeln klein würfeln, Knoblauchzehe pressen – kräftig mit Salz, Pfeffer und Gewürzen nach Wahl würzen; Haferflocken untermischen und stehen lassen, bis die Klebe-Fähigkeit der Haferflocken zum Tragen kommt; dann mit feuchten Händen oder Löffeln dünne Bratlinge formen und in einer geölten Pfanne braten.

>>> Puffbohnen vom Hofkollektiv Bienenwerder

Puffbohnen können jung komplett, also mit Schale gegessen werden. Wenn sie weiter gereift sind, wird die Schale dick und die Bohnen in den Schoten sind größer. Am besten werden die Bohnen vor dem Kochen in Wasser aus den Schoten gepult.

>>> Bohnenkraut vom Hofkollektiv Bienenwerder
Passend zu den Bohnen gibt es Bohnenkraut. Nach Aussage der Gärtnerin in Bienenwerder hat das Bohnenkraut ein wenig Schärfe. Wem das Bund zu viel ist, einfach trocknen und später verwenden, das ist bei Kräutern die einfachste Möglichkeit, sie haltbar zu machen ;-)

>>> buntes Basilikum vom Hofkollektiv
Auch ein klassisches Sommergewürzkraut ist Basilikum. Diesmal in den Farben grün und rot, da es wie viele andere Pflanzen auch Basilikum in unterschiedlichen Farben gibt.

>>> Gurke von Ludwig aus Börnicke
Es gibt im Abo diesen Monat eine große oder zwei kleine Gurken. Die Größenunterschiede sind ein Effekt von samenfestem Saatgut (im Gegensatz zum doch sehr gleichförmigen Erntegut von Hybrid-Sorten). Die Krümmung spielt bei den Gärtner*innen, die auch für Schnittstelle anbauen, keine Rolle, bzw. ist kein Grund zum Aussortieren, wie im (Bio-)Großhandel üblich.

>>> Apfelsaft von der Mosterei Karmitz
Bei den sommerlichen Temperaturen gibt es für viele im Abo leckeren Apfelsaft aus dem Wendland.

Variationen möglich mit: Die Variationen ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen Wünsche und Individualisierungen. Zum Beispiel: Wenn in einem Abo Brot enthalten sein soll, sind weniger Säfte drin. Teilweise gibt es noch andere Kombinationen, die diesmal nicht erwähnt werden.

>>> Roggenbrot mit Hirse vom Kollektiv Backstube gebacken
Infos zu dem Brot können, wie viele der vergangenen Beipackzettel, auf der Internetseite von Schnittstelle nachgelesen werden. Der Artikel zum Brot ist im Beipackzettel Mai 2019 zu finden.

>>> Apfel-Mango-Saft aus der Mosterei Ketzür
Der Apfelsaft, in dieser Mischung 80%, kommt von Streuobstwiesen, kleinen Gärten und Wiesenrändern in Brandenburg, also von kleinteiligem Wirtschaften sozusagen.
Beim Recherchieren habe ich einen interessanten Aspekt zum Mango-Püree gefunden: Klar kann mensch sich grundsätzlich streiten, ob es sinnvoll ist, Mangos hier in Europa zu essen oder trinken. Aber davon abgesehen sind Mangos in Püree-Form sinnvoll. Die Herstellung von Mango-Püree ist für Kleinbäuer*innen von Vorteil, weil sie so auch kleinere Früchte nutzen können. Immerhin machen die gut 1/3 der Ernte aus. Als ganze Frucht lassen sich in der Regel nur große Früchte vermarkten. So kann außerdem auch die „Veredelung“ des Produktes direkt vor Ort stattfinden. Oft sind die Produzent*innen im Süden ja „nur“ Lieferant*innen von Rohstoffen. Der größere Teil vom Gewinn wird aber meist durch einen Veredelungsschritt erzielt, der eben oft in Europa vorgenommen wird (z.B. beim Kaffee und Kakao).

Na dann, einen juten Hunger,
HERBiE
für Schnittstelle