Hallo Gemüse-Interessierte, Kürbis Genießer*innen und Freund*innen der Waldbesetzungen,
Ihr haltet die Oktober 2018-Variante des Bio-Div-Abos in Euren Händen,
diesmal mit:
>>> grünen Hokkaido von Ludwig aus Börnecke
>>> Suppengrün vom Hofkollektiv Bienenwerder
>>> Chilis vom Hofkollektiv Bienenwerder
>>> Zwiebeln von Ludwig aus Börnecke
>>> Apfel-Wurzel-Saft der Mosterei Karmitz
Variationen möglich mit
>>> Brot aus Champagner-Roggen vom Kollektiv
Backstube gebacken
>>> helle Hartweizen-Pasta von der Genossenschaft Iris
>>> Hartweizen-Pasta aus Kamut aus der
Genossenschaft Iris
>>> Apfel-Rhabarber-Saft der Mosterei Ketzür
>>> schwarze Bohnen aus dem faireren Handel

Die jeweilige Zusammensetzung variiert, der Warenwert ist immer ca. 18 € (Variationen nötig und möglich, u.a. wegen den angegeben Einschränkungen, bzw. individuellen Wünschen)
Lange Rede, kurzes Vorwort …..
An sich gibt es ja einen Etappensieg zu feiern, was auch ca. 50.000 Mensch letztes Wochenende gemacht haben: Der Hambacher Wald (der Kampagne Ende Gelände verwendet den Begriff Wald statt Forst, da Forst suggeriert, dass es ein Nutzwald ist und dementsprechend auch dann zum Abholzen genutzt werden kann) wird vorerst nicht gerodet! Nicht, dass nun alles gut wird, aber er ist ein gutes Symbol für die immer stärker werdende Klimabewegung. Die nächste größere Aktion ist (leider)
an dem Wochenende, an dem auch in Berlin die nächste „meine Landwirtschaft“-Demo in Berlin am 27.10. „Dampf machen für bienenfreundliche Landwirtschaft!“ „Wichtige Entscheidungen über unser Essen und unsere Landwirtschaft stehen an! Mit der kommenden Reform der EU-Agrarpolitik kann die Agrar- und Ernährungswende gestemmt werden. Doch die Politiker*innen in Berlin und Brüssel drücken sich vor dem entscheidenden Kurswechsel.
Das muss sich ändern!
Agrarministerin Julia Klöckner hat versprochen, unsere Insekten zu retten. Jetzt muss sie Wort halten: Statt die Agrarindustrie weiterhin mit Subventionen zu mästen, müssen die Gelder den Bäuerinnen und Bauern zugutekommen, die für die Agrarwende ackern und gutes Essen für alle produzieren – klima-, umwelt- und tierfreundlich!
Deswegen machen wir in Berlin Dampf für eine insektenfreundliche Landwirtschaft! Machst du mit? Sei dabei und bring deinen Kochtopf oder Smoker mit!
Protestaktion Mit Reden und Gemeinsamem Essen: Samstag, 27.10., 12 Uhr, Brandenburger Tor (Berlin) weitere Infos unter wir-haben-es-satt.de“
Kurzes Vorwort aber auch, da ich am letzten Wochenende mit Freund*innen zusammen Äpfel gesammelt habe, die am Montag zu Saft verarbeitet wurden. Neben purem Brandenburger Apfelsaft gibt es Mischsäfte. Mehr wird erst mal nicht verraten.

Zum Inhalt der Biodiversitätskiste:
>>> grünen Hokaido von Ludwig aus Börnecke

Beim Hokkaido hat sich in Mitteleuropa die orangefarbene Variante durchgesetzt, da sie mit der essbaren Schale einfach zu Suppen verarbeitet werden kann und mit dem kräftigen Orange einfach gut aussieht. Aber es gibt Hokkaido auch in bläulich, grün und fast grau. Der grüne schmeckt ähnlich wie der orange-farbene und eignet sich so
ebenfalls hervorragend für Suppen und als Ofengemüse. Bei Suppe Kochen empfehle ich, das Innere separat zu pürieren und die Schale in kleinen Stücken hineinzugeben, da das einen schönen Kontrast gibt. Was ich auch nicht wusste ist, dass der Hokkaido-Kürbis zwar nach einer japanischen Insel benannt ist, aber Japan nicht sein Ursprungsort ist.
Diese vielfarbig daher kommende Kürbissorte ist eine Züchtung aus einer amerikanischen Riesenkürbissorte. Der kleine nahrhafte Hokkaido wurde um 1878 von einem amerikanischen Agrarwissenschaftler nach Japan gebracht.
Heute gehören die Hokkaido-Kürbisse aufgrund ihrer vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten, einfachen Handhabung in Verbindung mit einer langen Lagerungsfähigkeit und optimaler Haushaltsgröße von ein bis zwei Kilogramm zu den beliebtesten Kürbissen weltweit. Hokkaidos werden jetzt seit rund 20 Jahren in Europa angebaut.

>>> Suppengrün vom Hofkollektiv Bienenwerder
Das Kollektiv nennt den Bund Suppengrün „scharfe Suppe“, denn er besteht außer aus Knollensellerie, Lauch, Möhre und Petersilie auch aus Chili.

>>> Chilis vom Hofkollektiv Bienenwerder
In diesem Monat gibt es eine kleine Auswahl an Chilis, die in Bienenwerder gezogen worden sind. Die Sorten haben so schöne Namen wie Turuncu Spiral, Habanero und Jalapeño. Die Chilis können entweder frisch verzehrt werden oder, wenn es zu viel ist, getrocknet und dann als Gewürz verwendet werden. Es muss ja nicht immer Pfeffer sein, der importiert werden muss, denn viele Gewürze wachsen auch in Brandenburg und haben damit kurze Transportwege und sind so auch ein guter Anfang für eine rnährungssouveränität und klimaneutralere Ernährung.
Chilis haben eine andere Schärfe als Pfeffer, die aber nicht unbedingt intensiver ist. Kleiner Tipp: Wenn es nicht so scharf sein soll, die Kerne entfernen, denn in denen ist die Schärfe konzentriert. Hinweise zu Verwendung und Schärfe der einzelnen Sorten, wobei die Schärfeangaben auf einer Skala von 1-10 liegen (alle Angaben ohne Gewähr; für die einen ist 10 lecker scharf oder schon ungenießbar heißt).
Habanero: rot eher stumpf, die Form erinnert an Gemüsepaprika, sehr
scharf, Schärfegrad 9-10
Jalapeño: rot, nicht so lang, stumpf, Schärfegrad 4
Chili Positano: rot, Schärfegrad 6
Pfefferoni Sarit gat: gelb, Schärfegrad 6
Pfefferoni Turuncu Spiral: orange, Schärfegrad 6

>>> Zwiebeln von Ludwig aus Börnecke
Diese Zwiebeln sind aus der Region und nicht um die halbe Welt geschippert werden wie viele andere (Bio-)Zwiebeln.

>>> Apfel-Wurzel-Saft der Mosterei Karmitz

Der Saft ist eine Mischung aus Apfel-, Möhren-, Rote Bete-, Pastinaken-, Sellerie- und Petersilienwurzel-Saft.

Variationen möglich mit:
Die Variationen ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen Wünsche und Individualisierungen. Zum Beispiel: Wenn in einem Abo Brot enthalten sein soll, ist zum Beispiel Saft drin statt Bohnen.
>>> Brot aus Champagner-Roggen vom Kollektiv Backstube gebacken

Infos dazu siehe Beipackzettel März 2018 (auch online).

>>> helle Hartweizen-Pasta oder Kamut-Pasta von der Genossenschaft Iris
>>> schwarze Bohnen aus dem faireren Handel

Vielfalt erhalten durch Aufessen gilt in diesem Monat auch für schwarze Bohnen. Diese Sorte wird in kleinbäuerlichen Strukturen angebaut und über fairen Handel vertrieben. El Puente, ein Importeur von Fair-Trade- Produkten nach Deutschland, engagiert sich mittlerweile auch für den Anbau und die Erhaltung traditioneller, bzw. „regional angepasster“, samenfester Sorten.

>>> Rhabarber-Saft von der Mosterei Ketzür
Na dann, juten Hunger,
HERBiE
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