Das Dezember-Bio-Div-Abo war gefühlt mit:
>>> Kürbis Winterluxury, angebaut vom Hofkollektiv Bienenwerder
>>> Apfel-Mango Saft aus der Mosterei Ketzür
>>> weiße Möhren, angebaut von Ludwig aus Börnecke
>>> Butternut – Kürbis angebaut von Ludwig aus Börnecke
>>> Gruit Bier vom Braukollektiv
Variationen* möglich mit
>>> Apfel Holunder Saft Mosterei Ketzür/ Brot aus der Backstube / roter Reis über den fairen Handel

Dazu gab es mal wieder eine Begleitbrief: Hallo Vielfaltliebhaber*innen, Genießer*innen und Gärtner*innen in Winterpause, ihr haltet die Dezember-Ausgabe des Bio-Div-Abos in euren Händen, diesmal mit:
>>> Kürbis Winterluxury, angebaut vom Hofkollektiv Bienenwerder
Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Hofkollektiv Bienenwerder werden wir uns diesen Winter durch die z.T. abgefahrene Vielfalt von Kürbissen arbeiten können. Der Winterluxury ist reich an Vitamin C, E und Beta-Carotin. Sein feines, diskretes Aroma macht ihn geeignet für deftige, aber auch für süße Speisen. Geeignet. Seine Lagerfähigkeit ist mittelgut.

>>> Apfel-Mango Saft aus der Mosterei Ketzür
80% des Apfelsafts kommen von Streuobstwiesen, kleinen Gärten und Wiesenrändern in Brandenburg, also von kleinteiligem Wirtschaften sozusagen.
Beim Recherieren habe ich einen interessanten Aspekt zum Mango-Püree gefunden: (- klar kann mensch sich grundsätzlich streiten, ob es sinnvoll ist Mangos hier in Nord-Europa zu essen oder trinken), aber davon abgesehen, Mangos in Püree-Form, das ist sinnvoll. Die Herstellung von Mango-Püree ist für Kleinbauern von Vorteil, weil sie so auch kleinere Früchte nutzen können. Immerhin machen die gut 1/3 der Ernte aus. Als ganze Frucht lassen sich in der Regel nur große Früchte vermarkten. So kann die ‚Veredelung‘ des Produktes direkt vor Ort stattfinden. Oft sind die ProduzentInnen im Süden ja „nur“ Lieferanten von Rohstoffen. Der größere Teil vom Gewinn wird aber meist durch einen Veredelungsschritt erzielt, der eben oft in Europa vorgenommen wird (z.B. beim Kaffee und Kakao).

>>> Weiße Möhren, angebaut von Ludwig aus Börnecke
Ursprünglich waren die eigentlich für Januar geplant. Aber da sie bereits beim Lagern anfangen zu treiben, kommen sie nun einen Monat früher ins Abo.
Wer mehr über weiße Möhren wissen will, kann u.a. auf dem Schnittstellenblog unter Bio-div-abo Oktober was finden (um sich nicht immer zu Wiederholen).

>>> Butternut – Kürbis angebaut von Ludwig aus Börnecke
Bevor Abonnenten anrufen und einen Stopp der Kürbisse fordern, weil sie nicht sooo viel Kürbis essen wollen – hier die Entwarnung: der birnenförmige Butternuss-Kürbis ist sehr lange haltbar! Kühl und trocken gelagert kann er meist mehrere Monate aufbewahrt werden. Ihr dürft nur nicht den Stil vom Kürbis entfernen, weil er sonst schneller austrocknet.
Bereits zerlegter Butternuss-Kürbis hat hingegen nur eine kurze Haltbarkeit. In Folie eingewickelt hält er sich wenige Tage im Kühlschrank.
Die Schale des Butternut-Kürbis ist sehr dünn und essbar. Wer das trotzdem nicht möchte, kann den Kürbis problemlos mit einem Kartoffelschäler schälen.

>>> Gruit Bier vom Braukollektiv
Das “1312 Herbst Gruit” war als Fassbier vom Braukollektiv geplant. Aber dann kam Søren auf die Idee, dass es doch auch prima in das Bio-Div-Abo passen würde und fragte, ob sie nicht ein paar Flaschen davon abfüllen sollten. Und ich dachte: Super! Das Bier enthält nur ganz wenig Hopfen, dafür aber viele Kräuter (den “Gruit”): Gagel, Süssholzwurzel, Salbei, Rosmarin, Thymian, Fenchel, Spitzwegerich, Schafsgarbe, Wacholderbeeren.

Gruit-Biere wurden im Mittelalter, bevor der Hopfen weit verbreitet und massenhaft zur Verfügung stand, insbesondere in Norddeutschland, England, den Niederlanden und Flandern gebraut. In ein gutes Gruit kam was gerade eben an Kräutern zur Hand war. Gagel (volkstümlich auch Bäckerbusch oder Flohkrut genannt) war eine häufig verwendete Gruit-Zutat.

Das war’s für heute, euch nen juten Hunger mit Kürbissuppe, Kürbis-Gemüse oder Kürbis-Auflauf und genießt die Zeit um Weihnachten und Silvester.

* Die jeweilige Zusammensetzung variiert, der Warenwert ist immer ca. 18 € (Variationen nötig und möglich, u.a. wegen den angegeben Einschränkungen, bzw. individuellen Wünsche).