Im November war das Abo gefüllt mit:

>>> Butternut-Kürbis von Ludwig aus Börnecke
>>> Weißkohl von der Kommune Güstriz
>>> ein Bund Suppengrün vom Hofkollektiv Bienenwerder
>>> Buchweizenspaghetti von der Kooperative Iris
>>> Apfel-Rote Bete Saft von der Mosterei Ketzür
>>> Apfelsaft von der Kommune Karmitz

Variationen möglich mit
>>> Maniok-Chips über El Puente bezogen
>>> Lila Reis über Gepa bezogen
>>> Apfel-Aronia-Saft von der Mosterei Ketzür
>>> Brot aus historischem Getreide, gebacken in der Backstube

Die jeweilige Zusammensetzung variiert, der Warenwert ist immer ca. 18 € (Variationen nötig und möglich, u.a. wegen den angegeben Einschränkungen, bzw. individuellen Wünschen)
Das Abo besteht wie immer aus gentechnikfreien Lebensmitteln, die aus samenfestem Saatgut gezogen wurden, aus Misch-Saft aus regionalen Äpfeln und aus fair gehandelten Zutaten.

Wow, da gab es letzten Monat, am 10. Okt., mit 200.000 bis 250.000 Menschen eine der größten Demonstrationen der letzte Jahre in Berlin gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA.
Viele waren beeindruckt von der Menge an Menschen, aber ob solche Demonstrationen die, die ‚uns‘ bei den Verhandlungen vertreten, beeindrucken, bezweifle ich, leider.

Teilgenommen habe ich trotzdem. Mit den ‚Freund*innen des 17. April‘ zusammen haben wir das Transparent ‚Ernährungssouveränität statt Freihandel‘ getragen. Diese Forderung ist schon in den späten 90ern von den Aktivist*innen von La vía campesina ausgerufen worden als Gegenkonzept zum aufkommenden Freihandel und sozusagen als Antwort von Kleinbäuer*innen und Landlosen auf diesen.
Das Konzept der Ernährungssouveränität war hier ja schon immer wieder mal Thema, das letzte Mal Anfang dieses Jahres mit einer Einladung zu den Nyeleni-Tagen bei Berlin zur ‚Gründung‘ eines deutschsprachigen Netzwerkes für Ernährungssouveränität‘. Ein großes Netzwerk ist da noch nicht entstanden, aber erste kleine Pflanzen sind gekeimt und weitere Vernetzungen haben stattgefunden, wie z.B. ein kleines aber feines Barrio auf dem Klima-Camp im Rheingebiet und eine Aktion innerhalb der ‚Ende Gelände‘-Massenaktion zivilen Ungehorsams gegen den dortigen Kohle-Tagebau.
Die Schnittstelle wird weiterhin davon berichten.

So, nun zum Inhalt der Kiste, bzw. Hintergründe zu den Produkten:
>>> Butternut-Kürbis von Ludwig aus Börnecke
Der birnenförmige Butternut-Kürbis ist sehr lange haltbar! Kühl und trocken gelagert kann er bis zu mehreren Monaten aufbewahrt werden. Aber mensch könnte ihn auch gleich zu einem Kuchen verarbeiten. Da ich selten mit Rezept koche, kann ich hier nur empfehlen, Kochbücher zu stöbern oder das Internet zu befragen nach Kürbis-Kuchen, Pumpkin Pie, …… .
Ich habe letzte Woche einen Kübiskuchen mit Mürbeteig und Kürbisfüllung gebacken, die Kürbismasse mit Gewürzen (Ingwer, Nelken, Kardamom, Zimt) und etwas Zucker verfeinert, wow, war sehr lecker und auch mal was anderes.
Zur Lagerung: Ihr solltet nicht den Stil vom Kürbis entfernen, weil er sonst schneller austrocknet. Und wenn er mal angeschnitten ist, hat er nur noch eine kurze Haltbarkeit. In Folie eingewickelt hält er sich dann wenige Tage im Kühlschrank.
Die Schale des Butternut-Kürbis ist sehr dünn und essbar. Wer sie trotzdem nicht essen möchte, kann den Kürbis problemlos mit einem Kartoffelschäler schälen.
Geschichte des Butternut-Kürbis (aus Wikipedia)
Der Moschus/Butternut-Kürbis wurde in Lateinamerika domestiziert, das genaue Gebiet ist unbekannt. Diskutiert werden Mittelamerika und Kolumbien. In beiden Gebieten gibt es unterschiedliche einheimische Namen für den Kürbis, was für die unabhängige Domestikation spricht. Die ältesten archäologischen Funde
stammen aus Nordost-Mexiko (Höhlen von Ocampo, Tamaulipas) aus der Zeit 4900 bis 3500 v. Chr. Weitere Funde stammen aus Tikal (2000 vor bis 850 nach Chr.) und aus Huaca Prieta, Peru (3000 v. Chr.). Im 19. Jahrhundert ist der Anbau in Indien, Angola, Japan und auf Java belegt.

>>> Weißkohl von der Kommune Güstriz
Der Weißkohl ist eher ein klassisches Wintergemüse, aber der Winter kommt ja und der Kohl in der Kiste ist schon mal ein Vorbote des Winters. Regional wird er auch Weißkraut, Weißkabis, Kappes oder Kraut genannt. Auch hier gilt, dass Kohl ganz gut zu lagern ist, wenn Euch erstmal nicht nach Kohl ist.
Weißkohl zeichnet sich durch seinen hohen Anteil an Vitamin C aus und eignet sich gut für deftige Eintöpfe, Kohlrouladen oder als Rohkostsalat, dazu einfach fein hobeln / raspeln … .

>>> ein Bund Suppengrün vom Hofkollektiv Bienenwerder

Suppengrün in der Bio-Div-Kiste? Eigentlich ist doch gekaufte Gemüsebrühe ein Hort diverser Zutaten, hat aber meistens nicht mit Agrar-Diversität zu tun. (Asche auf mein Haupt ich verwende auch zu oft Gemüsebrühe). Neben Gemüse sind da oft Salz, Fett, Würze, Geschmacksverstärker und Gewürze drin. Genau hingesehen sieht dann eine bio-zertifizierte Gemüsebrühe, hier die von BioGourmet, so aus: Meersalz, Stärke, Glukosesirup, Palmöl, Zwiebeln (3,7%), Karotten (3,5%), Pastinaken, Tomaten, Lauch, Gewürze, Kräuter, Karottensaftkonzentrat, Karamellzucker, Zwiebelsaftkonzentrat, Kürbis, Sonnenblumenöl, Knoblauch. Warum Palmöl, Stärke und Gemüsesaftkonzentrate?
Auch bei einigen anderen Herstellern, ich habe nur Bio-Produkte gecheckt, ist häufig Palmöl drin. Es gibt auch Brühen, auf deren Verpackung extra ‚ohne Palmöl‘ steht. Ein Grund warum Palmöl in vielen ‚Fertiggerichten‘ drin ist, ist, dass es extrem günstig ist, wie Fette generell ein guter Geschmacksträger ist und einige gute Eigenschaften, wie z.B. bei Raumtemperatur eine feste Textur zu haben, aber auf der Zunge (bei Körpertemperatur) zu schmelzen. Aber mit dem derzeitigen Konsum an Palmöl in Lebensmitteln, Kosmetika und als Energieträger werden in tropischen Klimazonen riesige Flächen zu Monokulturen umgewandelt, Menschen und Tiere vertrieben, Regenwald vernichtet … .

Deshalb gab es im Abschluss des Beipackzettels deshalb doch mal ein Rezept, und zwar eines für Gemüsebrühe aus dem Kochbuch von Wikibooks, ganz ohne Palmöl. (sorry selber suchen!)

>>> Buchweizenspaghetti von der Kooperative Iris
Auch wenn es keine reinen Buchweizen-Spaghetti sind, sondern mit einem Hartweizen-Anteil, verleiht der Buchweizen der Pasta doch einen angenehmen nussigen Geschmack.

>>> Apfel-Rote Bete Saft von der Mosterei Ketzür und Apfelsaft von der Kommune Karmitz
Wie sich viele gewünscht haben, gibt es auch diesmal wieder den ein oder anderen Saft von Streuobstwiesen im Abo. Die Most-Saison war wieder prächtig, die beiden Säfte sind von der Ernte aus diesem Jahr und gemostet in der Mosterei der Kommune Karmitz beziehungsweise in der Mosterei Ketzür, in der Nähe der Stadt Brandenburg.

Variationen möglich mit
>>> Maniok-Chips über El Puente bezogen
>>> Lila Reis über Gepa bezogen
>>> Apfel-Aronia Saft von der Mosterei Ketzür
>>> Brot aus historischem Getreide, gebacken in der Backstube

Genießt das Leben, die Herbstsonne und das lecker gekochte Süppchen und natürlich viel Spaß beim Zubereiten des Gemüses und beim Saft-Genießen!

Na dann, juten Hunger