Archiv der Kategorie 'Fundstücke'

ein Nachtrag zu Hamburg – G20 Proteste

Es wird viel geschrieben rund um die G20 Proteste, viel über die ‚Krawalle‘, schon weniger über die Polizeigewalt und fast gar nix zu der breite der Demonstrationen, Blockaden und Aktionen oder gar der Motivation dazu zu Demonstrieren zu müssen. Beim suchen bin ich auch über diesen Kommentar bei Metronaut gestolpert „seit ich bei g20 war habe ich angst“, was auch ein wenig im Internet rum ging, war die Stellungnahme einiger Gewerbetreibender der Schanze entweder bei Facebook. oder bei einer No-G20 Seite aus Hamburg.
Aber angefangen habe ich weil ich die Rede von Esther Bejarano anlässlich der Demonstration „Solidarität statt G20“ in Hamburg am 8. Juli 2017 hier posten wollte, (Besten Dank an den VVN der sie Online gestellt hat. Hier ist sie:

Liebe Freundinnen und Freunde aus Hamburg und aus aller Welt, ihr auf den Straßen und Plätzen, ich grüße euch!

Ihr, die ihr hier protestiert,
weil ihr dem Unrecht und der Unvernunft des Kapitalismus nicht tatenlos zuschauen wollt.
Weil ihr eine andere Welt wollt: eine Welt ohne Kriege, ohne Waffenhandel, ohne Hunger, ohne Ausbeutung, für verantwortlichen Umgang mit unserem Planeten Erde zum Wohle kommender Generationen.
Weil ihr nicht tatenlos zusehen wollt, wenn durch Ausbeutung von Mensch und Natur die Inseln Mikronesien dem Klimawandel geopfert werden.
Weil ihr nicht weiter zusehen wollt, dass tausende indische Bauern sich das Leben nehmen, weil sie ihre Hoffnung auf ein besseres Leben verloren haben, dass die Welt vergiftet wird durch chemieintensive Landwirtschaft.
Weil ihr nicht zusehen wollt, dass mit Waffenhandel viel Geld (mehr…)

Vortrag „Hände dreckig machen und/oder forschen?“ 15. und 16. Juli im Garten in Berlin

– Einblicke in Aktionsforschungen zu urbanen Gärten und kollektiven Karten zwischen Berlin und Medellín
zyklus-severin Aktionsforschung ist der Versuch Praxis und Theorie zusammenzubringen. Als Aktivist bedeutet das, Wissenschaft nicht nur als distanzierte und neutrale Beobachtung, sondern auch als ein Werkzeug für soziale und ökologische Widerstandsbewegungen zu verstehen. Diesen Weg ist Severin Halder im Rahmen seiner Doktorarbeit gegangen. Welche Erkenntnisse er und die Gartenbewegung dabei gewonnen haben darüber (mehr…)

so wird die kulturelle Leistung von Zucht sichtbar

ein schönes Video, was ganz gut Zeigt wie die Arbeit vieler vieler Menschen (konkret Bäuer*innen, Gärtner*innen) aus ‚Wildpflanzen‘ die Pflanzen gezüchtet haben die wir heute so essen. Kleine Anmerkung, ist schon schade das die Zucht‘erfolge‘ dann die üblichen Sorten dargestellt werden und z. B. bei Mais nicht die Vielzahl der Domestizierung gezeigt wird, wie dann blauen, roten und gelben Mais).
Und auch ein gutes Beispiel wie absurd es ist das Pflanzen Sorten von Konzernen privatisiert werden, als wenn sie das gemacht hätten mit der Zucht – hahahah

Berliner Postwachstums-Slam am 14. Juni

slam-im-garten
Geballtes Wissen und praktische Einblicke rund um die Frage, was nach dem Wachstum kommt. Kompakt verpackt und anschaulich in jeweils 10 Minuten vorgetragen.
Was hat Zeitwohlstand mit Postwachstum zu tun? Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft für den sozial-ökologischen Wandel? Kann man das „gute Leben“ lernen? Und wieso ist das BIP eigentlich zum weltweiten Maßstab des Wirtschaftens geworden?
Junge Wissenschaftler*innen (mehr…)

Fahrradrallye gegen die ‚G20-Afrika-Konferenz‘

Tour pour l‘Afrique – Visitez les profiteurs! Freitag, den 9. Juni ab 16 Uhr
Start: vor Bayer. Müllerstr. 178 (Wedding)
Zwischenstopps: REWE, Deutsche Bank und KfW, H&M, Gedenktafel zur Erinnerung an die Afrika-Konferenz 1884/85, BMZ. – Ziel: Oranienplatz

Wir besuchen Bayer und andere Profiteure sowie verantwortliche Institutionen, die u.a. für die Zerstörung der bäuerlichen Landwirtschaft in Afrika verantwortlich sind. Wir werden exemplarisch über ihre Rolle informieren.
Sie sollten sich schämen!
Vom 12. bis 13. Juni lädt die Bundesregierung nach Berlin zur „G20- Afrika-Partnerschaftskonferenz“ ein. Schon einmal, 1884/85, fand in Berlin eine Afrika-Konferenz statt. Damals ging es den Großmächten vorgeblich um die Beendigung des Sklavenhandels und die „Zivilisierung“ des Kontinents. Tatsächlich war die Konferenz vor allem ein wichtiger Meilenstein bei der Durchsetzung ihrer Handelsinteressen und der endgültigen Aufteilung Afrikas in Kolonien.
Heute proklamieren alte und einige neue Mächte Partnerschaft und Nachhaltigkeit, Entwicklung und die Bekämpfung von Fluchtursachen. Tatsächlich geht es ihnen darum, die Profitinteressen großer Konzerne zu bedienen. Sie kooperieren dabei selbst mit korrupten, diktatorischen Eliten.
Den beteiligten europäischen Mächten geht es auch darum, die Grenzen der Festung Europa ins Innere Afrikas zu verlagern. Aber der deutsche Entwicklungsminister tönt in seinem Vorschlag eines ‚Marshall-Plans‘ für Afrika von einer „Neuen Partnerschaft für Entwicklung, Frieden und Zukunft“.
Wir haben diese Heucheleien satt!
Wem wird die Entwicklung nützen?
In Afrika lockt für die großen Lebensmittel-, Agrar- und Chemiekonzerne ein riesiger Wachstumsmarkt. (mehr…)

Erklär-film zu Konzernen und Saatgut

gestern kam über den Newsletter der saatgutkampagne, der Link zu diesem Kurzfilm, der gut gemacht, erklärt was ist Hybridsaatgut und was hat das mit Konzernen zu tun.

Der Film von Jan Philip Roza unterstützt die Petition Brot-in-Not, mit der Erklärung und mit den drei Forderungen:
- Schluss mit der öffentlichen Förderung von Hybridweizenforschung!
- Förderung bäuerlicher Weizenzüchtung – für bäuerliche Saatgut-Souveränität!
- Keine Gentechnik auf dem Acker oder im Backofen!
dort kann auch direkt unterzeichnet werden.
Hier noch der Kurze Text zum Film, gerne teilen, weiterleiten, ……
„Weizen ist eine der am weitesten verbreiteten Nutzpflanzen weltweit. Bäuerinnen und Bauern haben seit jeher Nachbau betrieben, das heißt: sie bewahren einen Teil der Ernte auf, (mehr…)

Vattenfall + Gemeinschaftsgarten = …….

Vattenfall eröffnete am 1. April seinen „Gemeinschaftsgarten“, proteste gegen das Greenwashing
Leider war es kein schlechter Aprilscherz: am 1. April 2017 eröffnete Vattenfall feierlich die Zäune seines Geländes und lud zum frisch angelegten Gemeinschaftsgarten, direkt vor dem Heizkraftwerk in der Köpenicker Straße in Berlin Mitte ein. Das Ganze hatte eine etwas aufgezwungene heitere Aufbruchstimmung, nicht zuletzt hervorgerufen durch die zahlreichen Vattenfall-Mitarbeiter*innen, die sauber machten, Beete anlegten, geschrädertes Holz verteilten. Das ganze sollte das Signal setzen: Heute fangen wir an, diesen Ort zu gestalten und zwar mit euch Nachbar*innen!- wie sich das scheinbar für urbane Gärten gehört.
„Pflanz was!“ – dazu riefen uns letzten Sommer tausende Plakate in Berlin auf. An einem Aufruf zur Stadtbegrünung ist zunächst einmal nichts auszusetzen, viele Menschen engagieren sich dafür in Gemeinschafts- und Interkulturelle Gärten.

Die sozialen und ökologischen Werte, die in Gemeinschaftsgärten gelebt werden, haben sich inzwischen weit herumgesprochen: gut für die biologische Vielfalt, das Mikroklima, das Überleben der Bienen und auch für das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft. Leider eben auch bis in die Marketingabteilungen unterschiedlichster Konzerne, (mehr…)

Radikalen Anti Smartphone Front

Radikalen Anti Smartphone Front Wow, da gab es mal wieder ein Fundstück im Internet, den ich gerne supporten will, und bevor Kritiker*innen los schreiben und zetern. Es geht hier nicht um ein zurück in die Steinzeit! Ein Ausschnitt aus dem Manifest der Radikalen Anti Smartphone Front : „Wir von der Radikalen Anti Smartphone Front sagen ganz klar: NEIN! Nein zur Parallelkommunikation mit Abwesenden im Beisein anderer, nein zur Selbstdarstellung des eigenen Narzissmus und nein zum anhaltenden Auseinanderdriften unserer Gesellschaft! Und in aller Deutlichkeit sagen wir NEIN zum ausufernden und exzessiven Gebrauch von Smartphones, der peu à peu unser soziales Leben vergiftet. Stattdessen sagen wir JA zu allem was unser Leben wirklich lebenswert macht: Freundschaft, Freiheit, Liebe und Zusammenhalt.
Hier geht es zur Seite der Radikalen Anti Smartphone Front

Video – Migrantischer Arbeitskampf im Plastikmeer

Auf Labornet.tv ist gerade ein Video hoch-geladen worden zur Situation von 22 Landarbeiter_innen in San Isidro, Andalusien, (sie) sind im Arbeitskampf. In dem Video (spanisch mit dt. UT, 4min, 2017) erzählt einer der Arbeiter von den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und einem Lohn, der nicht dazu reicht, die eigenen Kinder ausreichend mit Essen zu versorgen. Und von dem Entschluss sich zu wehren.
In den letzten Monaten haben sich die Arbeiter_innen mit der kämpferischen Landarbeiter_innengewerkschaft SOC-SAT gegen (mehr…)

INSIDE FUKUSHIMA Reportage aus dem Innern der Katastrophe

Montag , 13. März 2017 ab 20 Uhr im Mehringhof, Lesung und Gesräch mit Tomohiko Suzuki, Autor von INSIDE FUKUSHIMA.
Buch über Fukushima Der investigative Journalist Tomohiko Suzuki nutzte die Kanäle der japanischen Mafia, der »Yakuza«, um wenige Wochen nach der Havarie des Atomkraftwerks im März 2011 in Wallraff ’scher Manier als Arbeiter bei den Aufräumarbeiten eingesetzt zu werden.
In seiner Reportage deckt er die Verbindungen zwischen der japanischen Atomindustrie und der Yakuza auf, ermöglicht verstörende Einblicke in das unmittelbare Geschehen auf dem AKW-Gelände und berichtet von Erlebnissen mit Firmen- und Yakuza-Bossen, (mehr…)