Archiv der Kategorie 'solidar-ökonomie'

kleines Biodiversitäts-Weihnachts-abo

Und wie in der Rundmail schon geschrieben: Vorschlag für Weihnachten: einen Karton Biodiversität oder ein Kleines Abo als Geschenk
Nun kommt die Zeit, in der es viel um Geschenke geht. Neben Zweifeln an Sinn und Zweck von Geschenken und Kritik am Konsum-Terror, sehe ich aber den Punkt, dass es nicht für alle eine Option ist, sich dem zu verweigern.
Aber was dann tun? Gibt es Geschenke die sinnig sind? Die Spaß machen? Plastikfrei/-arm sind? Und nicht der 27. fair gehandelte Schal, das mega-aktuelle, gerade neu rausgekommene Buch/Doku/Roman … sind?
OK, lange Rede kurzer Sinn. Schnittstelle macht das Angebot, zu Weihnachten eine Kiste Biodiversität zu verschenken. Eine kleine Kiste, unter anderem mit 1-2 Säften, Pasta aus einer historischen Getreidesorte und ungewöhnliche, samenfeste Gemüsesorten (vielleicht weiße Karotten oder blaue Kartoffeln). Das ganze für 16€. Wer alle seine Freund*innen oder Arbeitskolleg*innen mit Biodiversität beglücken will, bekommt ab 5 Kisten (mehr…)

„Sie verkaufen hier alles!“ – Bericht über ein geplündertes Land

„Politischer Reisebericht 2017 der gewerkschaftlichen Griechenland-Reisegruppe
Do., 14.12.17 | 19:30 Uhr | RegenbogenKino
Die politische Situation in Griechenland ist geprägt vom Spardiktat der EU-Institutionen: Das Einkommen von Arbeiter*innen und Rentner*innen hat sich massiv verringert. Öffentliches Eigentum an Stromnetzen und Eisenbahnen, Häfen und Flughäfen, Wasserwerken, Ländereien und Telekommunikation ist bereits verkauft oder steht zum Verkauf an. Die Hoffnung vieler, dass eine linke Regierung dem eine andere Politik entgegensetzt, wurde enttäuscht.

Doch die Zahl der Menschen und Initiativen, die andere Wege gehen (wollen), (mehr…)

Pasta aus historischen Hartweizen

Teil der Biodiversitätskiste ist ja auch immer ein Begleit-text, Hier mal wieder ein Ausschnitt aus dem vom November zum Thema Hartweizen. Den gesamten Text HIER lesen.
>>> Pasta vom der Genossenschaft Iris
Bei der Zutat für Pasta sieht mensch leider nicht, was da die Diversität ausmacht. Denn der fertigen Pasta in der Küche sieht man nicht an, dass die Körner auf dem Feld z.B. schwarze Grannen haben. Auch gibt es keinen Saison-Verkauf aufgrund unterschiedlicher Erntezeiten. Das macht es schwerer für Laien, einen Sinn in der Diversität zu sehen, die jedoch wichtig ist für Resistenzen gegen Krankheiten und für die regionale Anpassung an mikroklimatische Bedingungen.
Diese Pasta ist aus der Hartweizensorte Senatore Cappelli. Diese Weizenzüchtung war bis in die 60er Jahre hinein eine der, wenn nicht sogar die beliebteste Hartweizensorte Italiens. Sie zeichnet sich nämlich durch ihren intensiven Duft und Geschmack aus. Dank des vergleichsweise hohen Eiweißgehaltes ist sie außerdem ideal zum Pasta-Machen, die Nudeln bleiben fest.
Da sie aber bis zu 1,80m hoch wird, ist sie besonders anfällig für Wind/Windbruch, was das maschinelle Ernte erschwert.
Das ist auch der Grund dafür, warum diese Weizensorte in den letzten Jahrzehnten immer weniger angebaut wurde. Im Rahmen der Globalisierung und des steigenden Kostendrucks haben sich in der Landwirtschaft, nicht nur in Italien, kurzhalmige universal einsetzbare Sorten durchgesetzt. Aber die ökologische Landwirtschaft hat auch in Italien zu einer Renaissance historischer Sorten geführt, von der besonders die schmackhafte Weizensorte Senatore Cappelli profitierte.
Der Züchter Nazareno Strampelli, der u.a. Senatore Cappelli gezüchtet hat, hat im Gegensatz zu heutigen multinationalen Lebensmittelunternehmen, die ihre Samen-Neuschöpfungen patentieren, schon damals keine einzige seine Kreuzungen unter ‚Sortenschutz‘ gestellt, sondern überließ sie den Landwirt*innen zur freien Verwendung. Saatgut als Commons oder open source, wie es früher üblich war und in vielen Teilen der Welt auch heute noch praktiziert wird.

Projekt Schnittstelle im Radio

Am Mittwoch den 18.10.2017 zwischen 19 und 20 Uht, gibt es die Sendung „Wir holen uns den Kiez zurück!“ auf der Frequenz 88,4 – das Programm des Senders piradio-verbund gibt es Hier .
Die zwei Schwerpunkte morgen werden sein, zum einen Schnittstelle stellt sich vor und die diesjährige Verleihung vom Silvio-Meier-Preises des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg.
Diese Sendung wird gemacht von Aktiven der „Stadt von unten – Bewegung“, es gibt Informationen zu aktuellen Themen rund um (mehr…)

5. GRIECHISCHEN SALON*

Solidarische Ökonomie in Griechenland, ein Beitrag zur Überwindung der Krise?
Vortrag, Berichte, Beispiele, am Donnerstag den 12. Oktober, ab 19:30 Uhr, im RegenbogenKino, Berlin Kreuzberg, Lausitzer Str. 22
grischicher salon teil 5 Ökonomische Krise und katastrophale Austeritätspolitik: Die griechische Wirtschaft und staatliche Institutionen können vielen Menschen nicht mal mehr das Notwendigste zum Überleben bereitstellen. Dafür erleben praxisbezogene alternative ökonomische Ansätze – Tauschnetzwerke, Kooperativen, (mehr…)

the amplified kitchen: Kollektive Clubarbeit – Mut oder Wahnsinn?

immer diese doppeltermine – für die die nicht zum Klimacamp ins Rheinland fahren.
Am Donnerstag 24.08.2017 gibt es im ://about blank*, eine Diskussion (von 20 bis 22 Uhr – einlass ab 19 Uhr) unter dem Motto: the amplified kitchen: Kollektive Clubarbeit – Mut oder Wahnsinn?
Hier die Einladung: wohin man schaut: kollektive, kollektive, kollektive. fast scheint es, als wäre die grossstädtische clubkultur massgeblich von gleichberechtigten zusammenschlüssen freier menschen getragen. keine hierarchien, entscheidungen im konsens, das wohl aller statt das wohl einzelner ? das schreiben sich diese gruppen plakativ auf die fahnen.
partykollektive hier, clubkollektive da und sogar (mehr…)

Vortrag „Hände dreckig machen und/oder forschen?“ 15. und 16. Juli im Garten in Berlin

– Einblicke in Aktionsforschungen zu urbanen Gärten und kollektiven Karten zwischen Berlin und Medellín
zyklus-severin Aktionsforschung ist der Versuch Praxis und Theorie zusammenzubringen. Als Aktivist bedeutet das, Wissenschaft nicht nur als distanzierte und neutrale Beobachtung, sondern auch als ein Werkzeug für soziale und ökologische Widerstandsbewegungen zu verstehen. Diesen Weg ist Severin Halder im Rahmen seiner Doktorarbeit gegangen. Welche Erkenntnisse er und die Gartenbewegung dabei gewonnen haben darüber (mehr…)

flying Roasters 28.6. die Produzent*innen treffen …..

Bei Schnittstelle gibt es auch den Kaffee und Espresso von dem Berliner Kollektiv ‚flying Roasters‘. da der Kaffee ja an sich nicht im Wedding wächst, die vom Kollektiv aber sehr regen Kontakt pflegen, gibt es zur Zeit einen Besuch deren Partner-Projektes aus Honduras.
Und wer den Kaffeee probieren will UND die Kaffee-bäuer*innen treffen will hat da morgen im Depot der ‚flying Roasters‘* die Möglichkeit.

Hier der Einladungstext von den flying Roasters : Meet the producers: Honduras / Comsa
von Nadine
Was wären unsere großartigen Kaffees ohne engagierte Produzenten? Jedes Jahr besuchen wir die Kooperativen in den Anbauländern und haben einen engen, direkten Kontakt. Insbesondere in den Ländern, in denen wir sehr oft unterwegs sind, haben wir sehr viele Eindrücke vom Leben vor Ort und wir haben sehr viel über Kaffeeanbau und – verarbeitung lernen können. Ende Juni werden wir den Spieß umdrehen und die Kooperative COMSA aus Honduras bei uns zu Gast haben.

Am 28. Juni um 17 Uhr seid ihr herzlich (mehr…)

Berliner Postwachstums-Slam am 14. Juni

slam-im-garten
Geballtes Wissen und praktische Einblicke rund um die Frage, was nach dem Wachstum kommt. Kompakt verpackt und anschaulich in jeweils 10 Minuten vorgetragen.
Was hat Zeitwohlstand mit Postwachstum zu tun? Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft für den sozial-ökologischen Wandel? Kann man das „gute Leben“ lernen? Und wieso ist das BIP eigentlich zum weltweiten Maßstab des Wirtschaftens geworden?
Junge Wissenschaftler*innen (mehr…)

Osterhasen fordern: Keine unfaire Schoki mehr!

Schon drei Jahre alt, aber immer noch hochaktuell: Die Botschaft der streikenden Osterhasen vor dem Berliner KaDeWe 2014. Seht selbst im Video:

Das die Lage nicht besser wird kann mensch mit der letzten Mitteilung von Inkota lesen – ‚Aktueller Preissturz für Kakao verschärft Armut in der Elfenbeinküste‘
Dazu will ich gar nicht mehr schreiben, außer noch den passenden Link von der europäischen Kampagne Make Chocolate Fair! und natürlich den Hinweis, das du bei Schnittstelle auch eine kleine Auswahl an Schokolade aus faireren Handel bekommen kannst.
Nette freie Tage zu Ostern.