Bio auf Vertrauen
da ein ähnliches Konzept wie bei Streuobstwiesen verwendet wird, alte (oft nicht mehr bewirtschaftete) Bäume zu ernten, gibt es keine Zertifizierung der Flächen, aber auch keine Notwendigkeit der Behandlung (nicht das es die wirklich gibt, aber im konventionellen und agrar-industriellen Anbau wird es oft einfach gemacht)

SELBSTDARSTELLUNG DES PROJEKTS


*Öl für das Getriebe der Bewegung*

*'‘Wir haben einen Kadaver auf dem Rücken, aber den werden wir nicht so einfach los. Vom Ende der Zivilisation, ihrem klinischen Tod, haben wir nichts zu erwarten. So wie sie ist, kann sie nur Historiker interessieren.
Das ist eine Tatsache, aus der eine Entscheidung werden muss. Die Tatsachen können vertuscht werden, die Entscheidung bleibt politisch. Sich für den Tod der Zivilisation zu entscheiden, in die Hand zu nehmen, wie dies geschieht: Nur durch die Entscheidung werden wir uns des Kadavers entledigen
.'‘*

*Wenn nicht jetzt, wann denn dann*

Das Rad dreht sich, die Zeiten ändern sich, das bis noch vor kurzen unerschütterliche System scheint zu schwanken. Viele seiner Untertanen, wachen aus ihren Dornröschenschlaf auf und erblicken verängstigt die Realität. Die gesamte Mittelschicht verliert den Boden unter ihren Füßen, beraubt ihrer Illusionen, Kredite und Konsum-Möglichkeit.

Die Arbeitslosenrate steigt, die Löhne sinken, die Steuern steigen und mit ihnen die Preise lebenswichtiger Produkte. Das System versucht mit psychologischer und physischer Gewalt die Kontrolle zu bewahren, um die Kredithaie der E.U und des IMF ja nicht zu verärgern, was aber nur für eine gewisse Zeit möglich ist, denn ohne Karotte ist die Peitsche unerträglich.


*Wenn nicht wir, wer denn sonst*

Es sind gerade diese Zeiten der sozialen, politischen und finanziellen Krise die eine hervorragende Chance bieten unsere Ideale in die Praxis umzusetzen, Netzwerke, Kollective, Kommunen zu bilden oder zu erweitern.

Der solidarische Faire Handel ist ein Schritt in genau diese Richtung. Das Projekt “Öl in das Getriebe der Bewegung” geht noch einen weiter, da es abgesehen davon, dass es den Bauern einen besseren Preis für ihre Produkte bietet den übrigen Gewinn direkt in eine Kasse leiten wird, die subversive Strukturen unterstützt. Das heißt: Alternative Medien (Radios, Web-Projekte, Zeitungen), Fonds für gefangene Kämpfer-innen, Voküs und anderes. Denn mal abgesehen davon, dass es erstrebenswert ist alternative Existenzen und Arbeitsbedingungen zu schaffen, die sich ethisch und praktisch dem kapitalistischen Wirtschaftsmodell widersetzen (und somit auch als Exempel dienen) ist es von grosser strategischer Bedeutung, dass wir hier in Griechenland in den folgenden Jahren der Armut die Mittel besitzen die sozialen und politischen Entwicklungen so tief wie möglich zu beeinflussen, euren, unseren, diesen gemeinsamen Kampf auf andere Ebenen zu platzieren… und weiterzuführen.

*Aber wer sind wir*

Das Biocollectiv ist ein Netzwerk, ein Schirm unter dem sich zeitweise verschiedene landwirtschaftliche Projekte entwickeln, treffen und ihre Produkte vertreiben oder tauschen. Grundsatz ist, dass alle Produkte Ergebnis von Arbeit sind, die die Umwelt nicht verseucht sondern respektiert und in der es keine Art von Arbeitgeber-Angestellten Verhältnis gibt, sondern nur das von Mitarbeitern.

Das Olivenöl was wir produzieren ist mit einen Säuregrad von 0,3 bis 0,9 von Haus aus qualitativ erstklassig (wie fast alle öle die aus Kreta kommen) und verdient somit die Bezeichnung Extra Nativ.

Ca. 2,40 € pro Liter gehen in die oben erwähnte Soli-Kasse.