Kleinstproduzent_innen in der Landwirtschaft haben im aktuellen handelspolitischen System und der aktuellen Agrarpolitik kaum eine Chance zu Überleben. Sie sind auch, wie alternative Projekte und Strukturen, von der Verdrängungsmacht der Supermärkte und Handelsketten, mit ihren scheinbar “billigen” Massenproduktion bedroht. Kleinstproduzent_innen und bäuerliche Landwirtschaft sind sozial und ökologisch wichtig für die ländliche Entwicklung, auch in Deutschland.

Kleinproduzent_innen bauen auf ihrem Land meist mehr verschiedene Sorten und Arten an, als ein Großbetrieb. Damit bereichert kleinteilige Landwirtschaft die Umwelt und fördert biologische Vielfalt. In der Regel arbeiten Kleinproduzent_innen mit weniger (und kleineren) Maschinen, – das verbraucht weniger Kraftstoff und ist gut für’s Klima. Und außerdem bedeuten weniger Maschinen mehr Arbeitsplätze. Die deutsche und europäische Agrarpolitik fördert fast ausschließlich große und immer größere Betriebsstrukturen – “Masse statt Klasse” – und übt damit massiv Druck auf das Preisniveau aus. Diese Situation rechnet sich bislang ökonomisch nur, weil negative Folgekosten von Monokulturen und Massentierhaltung (Überdüngung von Boden und Wasser, Verlust von Biodiversität, epidemische Krankheiten uvm.) “externalisiert” werden und von der Gesellschaft ungefragt getragen werden (müssen).
KleinproduzentInnen/KleinbäuerInnen schneiden häufig sozial und ökologisch besser ab und müßten eigentlich dementsprechend von der Politik viel mehr gefördert werden.

Deshalb will SCHNITTSTELLE auch Kleinstproduzent_innen aus der Region bei ihrem Vertrieb unterstützen.